Auf Basis der Ausführungen der zum 100. Jubiläum unseres Vereins von den Schützenbrüdern Johann Drewes und Johann Harjes verfassten Festzeitschrift wurde die nachfolgende Chronik erstellt, um den Idealismus der Gründer des „Huxfelder Schützenvereins“, wie er sich schon bei Gründung nannte, richtig zu würdigen. So wird ein kurzer Bogen bis zur Gründung des Dorfes Huxfeld im Jahre 1789 gespannt. Da vereinseigene Unterlagen aus der damaligen Zeit nicht mehr vorhanden sind, wird auf die in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnene Huxfelder Schulchronik und die seit 1878 erschienene „Wümme-Zeitung“ zurückgegriffen. Darüber hinaus sind die Dorfchroniken anläßlich der 200-Jahr-Feierlichkeiten Huxfelds und Mittelsmoor sowie das Buch „Jürgen Christian Findorffs Erbe“ von Karl Lilienthal wesentliche Grundlagen dieser Chronik.
Die Geschichte der Gemarkung Huxfeld und seines Schützenvereins ist mit Frankreich verbunden. Leider nicht in der glücklicherweise friedlichen Situation, wie sich heute das Verhältnis mit der Republik Frankreich ausnimmt. Ganz im Gegenteil waren es im wesentlichen kriegerische Auseinandersetzungen, die in enger Verbindung mit Huxfeld stehen – wenn auch immer nur indirekt.
Die Besiedlung von Huxfeld
Huxfeld wurde am 22. August 1789, dem Jahr der französischen Revolution, von Jürgen Christian Findorff, dem königlichen Moorkolonisator, auf der Moorkonferenz in Bremervörde gegründet. Verehrt als Vater aller Moorbauern wurde zwischen Eickedorf, Schmalenbeck und Rautendorf die Gemarkung Huxfeld skizziert. Vorhanden soll ein See gewesen sein, der nach einem Buchholzer Entenjäger namens „Huxfeld“ benannt sein soll. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich im ersten Koalitionskrieg entzogen sich viele Bauernsöhne der Geest den Rekrutierungen durch Stellenerwerb im Moor. Deshalb waren alle 22 freien Stellen (eine war der Schule vorbehalten) Huxfelds auch schon im Jahre 1791 besetzt. Das Leben war hart. Nicht umsonst wurde der folgende Spruch gepflegt:
„Dem Ersten der Tod,
dem Zweiten die Not,
dem Dritten das Brot.“
Eine dörfliche Gemeinschaft entstand zwar in den ersten Jahren, aber an ein geregeltes Vereinsleben war noch lange nicht zu denken. So war 1876 quasi erst die vierte Generation, die nach Tod, Not und Brot nach mehr strebte und den Schützenverein als ersten Verein in Huxfeld gründete. 1891 folgte ein Kegel- und 1900 ein Gesangsverein. Auch existierte zwischenzeitlich ein Turnverein, dessen Gründungsdatum aber nicht mehr nachvollziehbar ist.


