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Geschichte des Schützenverein Huxfeld von 1876. e.V. von der Gründung bis 1972

Auf Basis der Ausführungen der zum 100. Jubiläum unseres Vereins von den Schützenbrüdern Johann Drewes und Johann Harjes verfassten Festzeitschrift wurde die nachfolgende Chronik erstellt, um den Idealismus der Gründer des „Huxfelder Schützenvereins“, wie er sich schon bei Gründung nannte, richtig zu würdigen. So wird ein kurzer Bogen bis zur Gründung des Dorfes Huxfeld im Jahre 1789 gespannt. Da vereinseigene Unterlagen aus der damaligen Zeit nicht mehr vorhanden sind, wird auf die in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnene Huxfelder Schulchronik und die seit 1878 erschienene „Wümme-Zeitung“ zurückgegriffen. Darüber hinaus sind die Dorfchroniken anläßlich der 200-Jahr-Feierlichkeiten Huxfelds und Mittelsmoor sowie das Buch „Jürgen Christian Findorffs Erbe“ von Karl Lilienthal wesentliche Grundlagen dieser Chronik.

Die Geschichte der Gemarkung Huxfeld und seines Schützenvereins ist mit Frankreich verbunden. Leider nicht in der glücklicherweise friedlichen Situation, wie sich heute das Verhältnis mit der Republik Frankreich ausnimmt. Ganz im Gegenteil waren es im wesentlichen kriegerische Auseinandersetzungen, die in enger Verbindung mit Huxfeld stehen – wenn auch immer nur indirekt. 

Die Besiedlung von Huxfeld

Huxfeld wurde am 22. August 1789, dem Jahr der französischen Revolution, von Jürgen Christian Findorff, dem königlichen Moorkolonisator, auf der Moorkonferenz in Bremervörde gegründet. Verehrt als Vater aller Moorbauern wurde zwischen Eickedorf, Schmalenbeck und Rautendorf die Gemarkung Huxfeld skizziert. Vorhanden soll ein See gewesen sein, der nach einem Buchholzer Entenjäger namens „Huxfeld“ benannt sein soll. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich im ersten Koalitionskrieg entzogen sich viele Bauernsöhne der Geest den Rekrutierungen durch Stellenerwerb im Moor. Deshalb waren alle 22 freien Stellen (eine war der Schule vorbehalten) Huxfelds auch schon im Jahre 1791 besetzt. Das Leben war hart. Nicht umsonst wurde der folgende Spruch gepflegt:

„Dem Ersten der Tod,
dem Zweiten die Not,
dem Dritten das Brot.“

Eine dörfliche Gemeinschaft entstand zwar in den ersten Jahren, aber an ein geregeltes Vereinsleben war noch lange nicht zu denken. So war 1876 quasi erst die vierte Generation, die nach Tod, Not und Brot nach mehr strebte und den Schützenverein als ersten Verein in Huxfeld gründete. 1891 folgte ein Kegel- und 1900 ein Gesangsverein. Auch existierte zwischenzeitlich ein Turnverein, dessen Gründungsdatum aber nicht mehr nachvollziehbar ist.

Gründung bis Ausbruch des 1. Weltkrieges

Als nach dem Krieg Preußens/Deutschlands 1870/71 gegen Frankreich das Deutsche Kaiserreich in Versailles wiedergegründet war, ging eine nationale Welle durch alle deutschen Länder. Dies führte dazu, dass zu den bisherigen Schützengesellschaften und –gilden der Städte, die teilweise auf jahrhundertelange Traditionen zurückblicken können (als Beispiel sei unser Patenverein, die „Schützengilde Fürstenwalde/Spree von 1427 e.V.“ erwähnt) sich auch in relativ kleinen Orten Männer zusammenfanden, um einen Schützenverein zu gründen. Insbesondere ehemalige Soldaten wollten Ihr Bedürfnis, ihr Können weiter zu üben, befriedigen. So entstanden in den 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts viele Schützenvereine bzw. Kriegervereine oder –kameradschaften, wie sie sich oftmals nannten. Beispiele hierfür sind in unmittelbarer Nähe die Vereine Lilienthal (1863), Heidberg-Falkenberg (1871), Worpswede (1875) und Wörpedorf (1876) sowie etwas später Tarmstedt (1899).

Waren es in größeren Orten in früheren Zeiten in erster Linie die Bürgerwehren, die zu regelrechten allmonatlichen Schießübungen anzutreten hatten und nur alljährlich einmal zu einem gemeinsamen Preisschießen zusammenfanden, so waren diese Neugründungen vorerst nur auf das allgemeine Wettschießen ausgerichtet. Natürlich wurde auch auf Geselligkeit großen Wert gelegt. Regelrechte Schützenfeste mit Jahrmarktsbetrieb und gelegentlichen Winterbällen wurden veranstaltet.

Im Jahre 1876 waren alle Hofstellen voll besetzt. Auch gab es schon eine eigene Schule, die mit einem ordentlichen Lehrer besetzt war. Ortsvorsteher war Dierk Ohlrogge von der Hausstelle 3 (heute Nr. 21), der dieses Amt quasi von seinem Vater „geerbt“ hatte. Insgesamt lebten in Huxfeld 214 Einwohner mit 74 Kindern, einschließlich Mittelsmoor. Die Bevölkerung fristete ihr Dasein von sehr viel Torfgraben und etwas Viehzucht. Eine Straße war bis zu dieser Zeit überhaupt nicht vorhanden. Damit fing man erst 1880 an. Wegen des wenigen Kapitals, dass diese Gemeinde aufbringen konnte, wurden in jedem Jahr 100 Meter oder weniger gebaut, so dass man im Jahre 1906 erst bei der Schule angelangt war. In 26 Jahren wurden also nur 1.400 Meter gebaut.

Eine Viehzählung 1876 ergab 15 Pferde, 136 Stück Rindvieh sowie einige Schafe, Ziegen, Hühner und Bienenvölker. Nach dem damals gültigen Wahlgesetz waren von den erwähnten 214 Einwohnern nur 54 wahlberechtigt. Die wirtschaftliche Lage war schlecht, aber der Idealismus einer Handvoll Männer war groß und so wurde der Verein gegründet. Das erste Vereinslokal war auf dem Hof Nr. 4 (heute Nr. 23) bei dem Gast- und Landwirt Peter Hastedt und dessen Sohn Friedrich Hastedt. Die Hastedts, die nebenbei auch noch eine Schmiede unterhielten, verpflichtete sich, für den Verein einen Schießberg und eine Schießhalle zu errichten. Das erste Schützenfest fand dann auch gleich mit einer Nachfeier statt (Wir feiern mathematisch genau im Jahre 2001 also schon das 126. Schützenfest - aber die 125-Jahr-Feier des Vereins). Ebenfalls wurde gleich im ersten Jahr ein Winterball veranstaltet. Der neue Verein wurde in wenigen Jahren bekannt, beliebt und geachtet. 1879 nahmen fast 100 Schützen am Schützenfest teil. Von den Nachbarvereinen waren die Schützen aus Heidberg-Falkenberg, Lilienthal, Wilstedt, Wörpedorf und Worpswede gekommen.

Während die ersten Schützenfeste in den Monaten August/September abgehalten wurden, wurden sie in den 90er Jahren auf den zweiten und dritten Sonntag im Juli verlegt. Noch heute ist der dritte Sonntag der Haupttag des Huxfelder Schützenvereins. 1890 hat das Schützenfest sogar im Oktober stattgefunden. Die Vorverlegung mag ihre Gründe in dem schlechten Herbstwetter der 80er Jahre gehabt haben, von dem laufend berichtet wird.

Wenig Glück hatte man mit dem Schießbetrieb auf der Hausstelle 4. Friedrich Hastedt machte Konkurs und 1889 wurde die Stelle verkauft. So wurde das Vereinslokal und der Schießstand auf die Hausstelle Nr. 5, das Anwesen der Familie Buerhop, verlegt. Zu dieser Zeit war Heinrich Buerhop Gast- und Landwirt. Dessen Vater Wilhelm Buerhop war Gründungsmitglied des Vereins und 1879 der Schützenkönig. Dieser Umzug erlaubte einen größeren Schießstand. Es mußten mehr Scheibenstände vorhanden sein. Während in den ersten Jahren fast nur mit dem guten alten Vorderlader auf Vogel und Gewinnscheibe geschossen wurde, hatte jetzt die Scheibenbüchse ihren Siegeszug angetreten. Das Konkurrenzschießen wurde immer beliebter. Die Schußentfernung wurde auf 80 Meter festgelegt.

Beruhigt konnte man in 20. Jahrhundert gehen, auch wenn die Hauptsorge, die Anschaffung einer Fahne, immer noch geblieben war. Erst durch die langsamen wirtschaftlichen Verbesserungen konnte auf der Jahreshauptversammlung 1914 der Kauf einer Fahne beschlossen werden. Diese wurde dann im Mai unter großer Beteiligung der Bevölkerung und der örtlichen und Nachbarvereine durch den Lehrer Heinrich Stölken geweiht. Lehrer Stölken war erst 1911 nach Huxfeld gekommen, doch war dies schon die dritte Fahne, die er weihte: Gesang- und Kegelverein waren zwar später gegründet, doch konnten sie eher Fahnen ihr eigen nennen.1912 hatte Familie Buerhop eine neue Gaststätte mit einem Saal gebaut. Das Schützenfest 1914 wurde noch gefeiert. Doch zogen dunkle Wolken am Horizont auf, die durch das Attentat auf dem österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand drei Wochen vor dem Schützenfest ausgelöst worden waren. Am 1. August 1914 begann der erste Weltkrieg und Deutschland befand sich wieder mit Frankreich im Krieg. Somit wurde in den folgenden vier Jahren keine Schützenfeste mehr gefeiert. 

Zwischen den Weltkriegen

Erst nach über vier Jahren war im November 1918 dieser Krieg beendet. Die Schützen versammelten sich um ihre relativ neue Fahne und brachten die Schießsportanlagen wieder in Ordnung. Schnell versuchte man den Krieg zu verdrängen und deshalb wurde schon 1919 wieder ein Schützenfest in alter Weise gefeiert. Doch andere Sorgen bahnten sich an: Die Inflation der zwanziger Jahre. Wurden 1919 noch 10 Mark für Vogel und Festscheibe gezahlt, mußten 1921 schon 20 Mark und ein Jahr später 100 Mark von den Schützen geleistet werden. 1923, dem Hauptjahr der Inflation mußten am ersten Wettkampftag 40.000 Mark geleistet werden und am nächsten Tag noch einmal 25.000 Mark nachgezahlt werden. Ein Preisschießen fand am 9. September 1923 statt. Hierfür mußte ein Startgeld von 2.000.000 Mark je Schütze gezahlt werden. Glücklicherweise war dies im November 1923 zu Ende, so dass der Vogelbeitrag 1924 auf ein Normalmaß von 6,00 Reichsmark zurückgeschraubt werden konnte. Und dieser Beitrag konnte stabil gehalten werden: 1930 waren es mit 7,50 Reichsmark immerhin nur 1,50 Reichsmark mehr. Im Rahmen einer Gebietsreform wurde 1929 Mittelsmoor in die Gemeinde Huxfeld eingemeindet.

1920 schloß sich unser Verein dem „Weser-Aller-Wümme-Verband“ an. In diesem überregionalen Verband war die Wettkampfentfernung 175 Meter, so dass auch der Schützenverein Huxfeld vier Schießbahnen für diese Entfernung errichtete. Aber Streitigkeiten im und mit diesem Verband führten 1924 dazu, dass mit den Schützenvereinen Heidberg-Falkenberg, Lilienthal und Wörpedorf die „Wörpe-Wümme“-Schützenvereinigung gegründet wurde. Diese Vereinigung, die sich mittlerweile auf acht Vereine erweitert hat, besteht noch heute und hat eine besondere Bedeutung für unseren Verein. Alsbald verließ man den größeren Verband und ließ die 175-Meter-Bahnen verfallen. 1936 wurden diese Stände aber zu neuen 50-Meter Scheibenständen umgebaut und das Kleinkaliberschießen eingeführt.

Das Hauptereignis der 20er Jahre war allerdings das 50jährige Jubiläum am 11. und 12. Juli 1926. Teilnehmen konnten hierbei noch drei Gründungsmitglieder: Herr Reinicke aus Lilienthal, Herr Worthmann aus Grohn und Friedrich Struß (oder auch Struhs geschrieben) aus Huxfeld, vermutlich von der alten Hausstelle 25 (heute Nr. 44). Eine große Anzahl Nachbarvereine war zu dem damals großen Festumzug angetreten. Laut eines Presseberichts hatte der damalige Schützenhauptmann Diedrich Warnken sehr viel Mühe, den Festumzug zu ordnen. Begonnen wurde schon um 10.45 Uhr mit dem Antreten zum Abholen des Königs. Nach Festumzug (13.00 Uhr) und Festrede (14.00 Uhr) begann gegen 15.00 Uhr das Scheiben- und Vogelschießen. 3 Stände hatten eine Entfernung von 175 Metern und zwei von 75 Meter. Daneben wurde auf einer Reh-, einer Freihand und vier Meisterscheiben geschossen. Anschließend stand ein Festball auf dem Programm. Und am nächsten Tag ging es um 13.00 Uhr weiter. Erst eine Versammlung der Schützen und anschließend wiederum schießsportliche Wettkämpfe. Abends war dann die Königskrönung, die Preisverteilung und ein großer Festball. Der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Heinrich Schnakenberg aus Meinershausen, ein Schütze durch und durch, wurde Jubiläumskönig.

Die 1929 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise hatte auch Auswirkungen auf unseren Verein. So ging die Mitgliederanzahl zurück und man feierte ab 1930 nur noch an einem Tag Schützenfest. Bei 2.000.000 Arbeitslosen im Reich auch kein Wunder. Diese Zahl stieg bis 1933 auf 6 Millionen und führte zur Machtergreifung der NSDAP. Dem Anschein nach führte dies zwar zu besseren Zeiten, trotzdem hielt man an einen Schützenfesttag fest. Doch der Anschein trog: Sechs Wochen nach dem 1939er Schützenfest brach am 1. September der Zweite Weltkrieg durch den Überfall auf Polen aus, in dem auch einige Mitglieder des Schützenvereins ihr Leben lassen mußten. Nach der Kapitulation 1945, die gleichzeitig die Befreiung von der Diktatur der Nationalsozialisten war, wurde durch die Besatzungsmächte der Besitz von Schußwaffen verboten. Noch vorhandene Waffen mußten an die Besatzungstruppen abgegeben werden und der Schießstand war durch Bombentreffer zusammengebrochen. Damit war an eine Fortsetzung des Schießsports vorläufig nicht zu denken, so dass auch in den ersten Jahren nach dem Krieg kein Schützenfest gefeiert werden konnte. Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 änderte sich langsam die Meinung und führte zum Bewußtseinswandel, dass auch Schützenvereine eine sportliche und traditionelle Berechtigung haben. 

Von der Wiedergründung 1950 bis 1972

Der alte 1. Vorsitzende Diedrich Meier rief im Sommer 1950 zu einer Wiedergründung des Schützenverein Huxfeld auf. Am 13. Juli 1950 wurde zur Gründungsversammlung im dem ehemaligen und damaligen Vereinslokal Buerhop gerufen. In dieser Versammlung wurde Diedrich Meier mit der Führung des Vereins bis zur ersten Jahreshauptversammlung beauftragt. Weiter beschloß man - und führte auch durch - am 10. September 1950 ein Königsschießen durchzuführen. Mit geliehenen Luftgewehren wurde auf Vögel und Scheiben geschossen. Als Kugelfang genügten alte Scheuentore. Insgesamt beteiligten sich 40 Schützen am Schießen. Gegen 20.00 Uhr wurde im fast vollen Saal der erste König Hans Kück aus Huxfeld (heute Hausnr. 12) proklamiert.

Am 17. Januar 1951 wurde zur ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung gerufen. Als ordentlicher Vorstand wurden folgende Vereinsmitglieder gewählt:
1. Vorsitzender            Diedrich Meier, Huxfeld
2. Vorsitzender            Hinrich Hanschen, Eickedorf
Schriftführer                 Friedrich Warnken, Huxfeld
Kassenwart                 Heinrich Monsees, Eickedorf
Schießmeister             Johann Drewes, Eickedorf (ist inzwischen 65 Jahre Mitglied im Verein)

Dieser Vorstand hatte gleich eine harte Bewährungsprobe vor sich: 1951 wurde der Verein 75 Jahre alt. Man feierte dieses Jubiläum am 8. und 15. Juli 1951. Doch aufgrund des sehr schlechten Wetters fiel ein Großteil der Veranstaltungen dem Regen zum Opfer. So wurde zum Beispiel der vorgesehene Festumzug nicht abgehalten. Der Präsident des 1950 gegründeten Nord-Westdeutschen Schützenbundes, Hermann Meier aus Bremen, hielt seine Festrede vor den versammelten Vereinen im Saal von Buerhop.

Die nun folgenden Jahre waren im wesentlichen durch den Wiederaufbau der schießsportlichen Anlagen geprägt. Auch galt es das Vereinsleben zu entwickeln und die alten Vereinskontakte wieder aufleben zu lassen und neue Kontakte zu knüpfen. 1951 mußte eine neue Königskette angeschafft werden, da die alte entweder in den Wirren des Krieges verlorenen gegangen ist oder aber, was wahrscheinlicher ist, bei einer der „freiwilligen Volksspenden“ den Herrschenden übergeben worden ist. Des weiteren wurde 1952 mit dem Aufbau einer Schießhalle begonnen, die schon 1956 vergrößert wurde. So wurden in diesem Jahr die 100-Meter-Stände errichtet, Wälle aufgeschüttet und Quertraversen gebaut. 1961 gab es dann die ersten Seilzugscheiben, so dass das gefährliche Leben der jugendlichen Ansagern langsam sein Ende nahm. Aufgrund der erheblichen Fortschritte wurde 1968 die Schießhalle neu gebaut und schon vier Jahre später wurden die Wälle und Quertraversen erneuert. Und 1975 baute man in die Schießhalle eine Heizung ein – vorher war das Schießen und die Geselligkeit nur etwas für „harte Männer“ – obwohl man schon 1971 die Damenabteilung gegründet hatte.

Schießsportlich ging es auch gut los: Beim 1. Bezirksschießen in Osterholz-Scharmbeck 1951 erreichte Huxfeld den 6. Platz. Ein Jahr später wurde auch die Wörpe-Wümme-Vereinigung wiedergegründet und bei deren ersten Schießen konnte Huxfeld den 2. Platz belegen. Beim ersten Kleinkaliberschießen in Bremen erreichte der Verein je einmal den 3. und 4. Platz. Schon 1953 begann dann das Kleinkaliberschießen wieder auf dem Huxfelder Schießstand. 1954 wurde unter Leitung von Johann Drewes eine Jungschützenabteilung gegründet, die auch ihren eigenen Jugendkönig ausschoss. Ein Jahr später gründete man mit Fischerhude, Otterstedt und Wilstedt den Wörpe-Ring und hat seitdem regelmäßig schießsportliche Wettkämpfe miteinander ausgetragen.

Und auch im Verein gab es gute Entwicklungen: Spät – nämlich erst 1969 – wurde der „Schützenverein Huxfeld von 1876“ ein „e.V.“ – ein eingetragener Verein. Dies konnte man erst mit der neuen Satzung, die ein Jahr vorher auf der Jahreshauptversammlung verabschiedet wurde, verwirklichen. Schon 1959 gab es mit Dietrich Meier den ersten Ehrenvorsitzenden, dem 1971 Heinrich Schnakenberg folgte.

Vorsitzende in dieser Zeit waren Dietrich Meier (1950-1958), Heinrich Schnakenberg (1959-1967) sowie Luis Warnken (1968-1972). Letzterer starb auf dem Nachhauseweg vom Schießstand am 30. Dezember 1972 an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Im folgendem Jahr wurde Johann Block neuer 1. Vorsitzender, doch davon berichtet er auf den folgenden Seiten selber.

[Text entnommen der Festschrift 125. Jahre Schützenverein Huxfeld aus dem Jahr 2001]

Zum Jubiläum

Zum großen Feste, das wir begehen,
lasst die Fahnen munter wehen.
Verflossen sind viel Tag’ und Jahr,
seit der Verein ein Täufling war.

 

Aus einem Stämmchen noch zuvor
Wuchs ein starker Stamm empor:
Aus Opfermut, Geduld und Kraft
ward unsere Schützenbruderschaft.

 

Dem Vaterland treu ergeben,
zur Ehre der Gemeinde streben,
am guten Brauche festzuhalten,
und am Erbe unserer Alten.
Immer der Gesellschaft nützen:
War von jeher das Ziel der Schützen.

Wie in den vergangenen Jahren
lasst die Tradition uns wahren.
Möge der Verein
wachsen, blühen und gedeihen.

 

Hinrich Ohlrogge
1976 anläßlich des 100jährigen Vereinsjubiläums

   
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